Bistum Aachen - Bischöfliches Generalvikriat - Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung - Bischofs-Preis 'ausgezeichnet'
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Bischofspreis 'ausgezeichnet'
 
 
 

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Gelebte Inklusion als besondere Herausforderung

Bischof Mussinghoff würdigt Inklusion des Dürener Unternehmens Delta T und der Printenfabrik Lambertz Mehr

„ausgezeichnet“: Dürener Unternehmen erhält Bischofspreis

Verleihung am Donnerstag, 20. Februar, mit Bischof Heinrich Mussinghoff in den Räumen von DELTA T Mehr

St. Gereon ist „ausgezeichnet“

Bericht der KirchenZeitung für das Bistum Aachen von Anna Petra Thomas Mehr

Verleihung des Bischofspreises „ausgezeichnet”

In diesem Jahr wird der Preis „ausgezeichnet” des Bischofs von Aachen zum fünften Mal verliehen Mehr

 
 
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Gelebte Inklusion als besondere Herausforderung

Bischof Mussinghoff würdigt Inklusion des Dürener Unternehmens Delta T und der Printenfabrik Lambertz

Düren, (iba) – „Nicht nur dabei, sondern mittendrin” waren gleichzeitig die Ehrengäste, die reichlich Atmosphäre schnupperten, und das 27-köpfige Team, das hautnah die Ehrung durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff miterlebte.

Inmitten der Werkshalle im Dürener Gewerbegebiet „Im großen Tal" hatte Michael Thomas, Geschäftsführer des Start-Up-Unternehmens „Delta T Hitzeschutz", die Bühne für die Preisverleihung „ausgezeichnet" aufbauen lassen. Für die vorbildliche Inklusion behinderter Mitarbeiter wurde Firmeninhaber Michael Thomas geehrt.
„Wir leben Inklusion", begrüßte Hausherr Thomas seine Gäste. Davon selbst überzeugen konnten sich die Geladenen beim Werksrundgang, bei dem sich Bischof Mussinghoff nicht nur vom Firmenchef die einzelnen Arbeitsschritte erläutern ließ, sondern auch Zeit für Wortwechsel mit den Angestellten fand.

Keineswegs selbstverständlich, vielmehr eine besondere Herausforderung nannte in seiner Laudatio Bischof Heinrich Mussinghoff das Engagement im Gründerunternehmen „Delta T". Bewusst fiel 2012 schon bei der ersten Suche nach Arbeitskräften die Entscheidung, Menschen mit Behinderungen eine Stelle zu bieten. Einsatzfreude und Motivation dieser Mitarbeiter haben Michael Thomas überzeugt, so dass er heute von einer „win-win-Situation" spricht.

Das feste Arbeitsverhältnis ist für die Menschen mit Behinderungen ein Gewinn an Lebensqualität, die sich zur Freude des Unternehmers in der Arbeitsqualität widerspiegelt. Weit über zehn Prozent des Mitarbeiterstamms von „Delta T" haben eine Behinderung. Nach den positiven Erfahrungen gibt es schon Pläne für die Zukunft, denn die „kleine Firma" wächst und gedeiht: Industrienäherinnen will Michael Thomas ab Herbst ausbilden, weil sie am Arbeitsmarkt Mangelware sind und „Delta T" gerade in diesem Berufszweig einen erhöhten Bedarf hat. Dieses Angebot richtet sich selbstverständlich auch an Menschen mit Behinderungen.

Ein besonderer Dank ging auch an Petra Pfeifer von Delta T, die nicht nur bei der Einarbeitung den Menschen mit Behinderung zur Seite steht, sondern auch bei der tagtäglichen Arbeit. Dafür gab es von Bischof Mussinghoff einen „bunten Blumenstrauß als Zeichen für die Vielfalt des Lebens".

Ähnlich positive Erfahrungen hat die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG gemacht, die einen Sonderpreis „ausgezeichnet" bekam. Seit November 2013 unterhält das Traditionsunternehmen eine eigene Inklusions-Abteilung. Ein halbes Jahr hatten durch die Lebenshilfe Aachen vermittelte Schwerbehinderte im Betrieb gearbeitet und sich selbst in der betriebsamen Saisonzeit bewährt. Mit einer Festanstellung honorierte „Lambertz" diesen Einsatz. „Wir sind froh, dass wir dieses Wagnis eingegangen sind und möchten diese Mitarbeiter nicht mehr missen", betonte Personalchefin Nadine Mitschke stellvertretend für das Unternehmen. „Delta T und Lambertz sind ein gutes Beispiel für Unternehmen, die noch zweifeln, ob sie Inklusion wagen sollen."

Bereits zum sechsten Mal wird das Prädikat „ausgezeichnet" vergeben. „Anhand der Themen können Sie die Entwicklung in der Gesellschaft und der Arbeitswelt in den vergangenen zehn Jahren ablesen", ließ Christel Pott, Geschäftsführerin des „Großen Runden Tisches" im Bistum Aachen, die Schwerpunkte Revue passieren. „Integration von Behinderten in das Arbeitsleben" hieß es 2003 und stellte damit dieselbe Problematik wie in diesem Jahr in den Mittelpunkt. Nicht nur die Wortwahl habe sich geändert. Heute sei klar: „Menschen sind nicht nur Behinderte – sie sind Menschen mit einer Behinderung, vor allem aber auch werden sie oft behindert. Inklusion erwartet, dass die Gesellschaft Teilhabe ermöglicht."

Der Preis „ausgezeichnet" wird durch Bischof Heinrich Mussinghoff und die Spitzenvertreter des „Großen Runden Tisches" alle zwei Jahre vergeben. Dazu zählen die Agentur für Arbeit Aachen-Düren, die DGB Region NRW Süd-West, die Evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich, die Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer Aachen sowie die Vereinigte Unternehmerverbände Aachen. (iba/Na 022)


Von iba

Veröffentlicht am 21.02.2014

 
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